Weihnachten im rumänischen Jugendhaus in Tipar
Am 24.Dezember setzte ich mich in den Zug Richtung Rumänien voll beladen mit Koffer, Rucksack und Taschen. In meinem Gebäck viele kleine Geschenke für die Kinder und Jugendlichen, die mir von vielen Menschen gespendet wurden. Danke dafür! Da der 24.ein Familienfest ist und in Tipar sehr traditionell begangen wird, machten wir unsere Weihnachtsfeier am 25. Schon früh morgens begann ich über dem offenen Feuer in Steffis Garten einen Fleischeintopf zu kochen. Nach ca. drei Stunden kochen, schneiden, rühren und Feuer wach halten packten wir zusammen und fuhren zum Jugendhaus, wo wir schon von freiwilligen Helfern erwartet wurden. Ich machte mich gleich ans Punsch zubereiten, denn Wärmendes konnten wir alle brauchen. Es war feucht und sehr kalt an diesem Tag.
Innerhalb kürzester Zeit füllte sich das Haus und die Kinder tollten, spielten und tanzten. Rumänische Popmusik, stark von den Roma Rhythmen beeinflusst, brachten die Wände zum Beben. Dass die Tanzlehrerin aus Wien dann auch noch mit ihnen tanzte, löste Euphorie Freude und Schweiß aus. Denn der Gemeinschaftsraum ist jetzt beheizt („FALTA“ spendete einen Ofen, Heizmaterial und neue Fenster) und schaffte somit Raum für gemütliches Beisammensein.
Anschließend wurde gegessen, getrunken und zum Abschluss bekam jeder ein Weihnachtsgeschenk. Für nahezu alle Kinder das erste eingepackte Weihnachtsgeschenk ihres Lebens. Viele leuchtende Augen waren der Dank!
In den darauffolgenden zwei Tagen, die ich noch in Tipar verbrachte, machten Steffi und ich Besuche bei verschiedenen Familien und konkrete Pläne für die Umsetzung unserer nächsten Projekte in Tipar.
Wir besuchten die Familie, deren Kinder an der sog. „trockenen Lepra“ erkrankt sind und die seit Sommer von uns mit Medikamenten versorgt werden. Trotz der ärmlichsten Verhältnisse, in der diese Familie lebt, sahen die Kinder gut aus. Die Medikamente wirken und somit kratzen sich die Kinder nicht mehr wund und die entzündeten Hautstellen können heilen. Wir versorgen sie selbstverständlich weiterhin mit den notwendigen Medikamenten.
Wir suchten auch die Familie eines acht jährigen Buben auf, der ein eitriges Gewächs am Auge hat und dem eine Nasenscheidewand fehlt, die er braucht, damit die Flüssigkeit abrinnen kann. Den Eltern ist es nicht möglich, diese aufwendige Operation zu bezahlen und somit haben wir ihnen angeboten, dass „FALTA“ die Kosten für diesen komplizierten Eingriff übernehmen würde. Die Bescheidenheit, die Würde und der Stolz mit dem uns die Eltern dankten, rührte mich zutiefst. Auch wenn sie arm sind, so war die Atmosphäre in diesem kleinen Haus warm und die Kinder fröhlich. Ich hatte schon lange nicht so viel Kinderlachen um mich.
Gitti Klauser im Jänner 2012
Punschnachmittag am So, 4.12.2011
In einem privaten Garten veranstalteten wir bereits zum zweiten Mal in der Vorweihnachtszeit einen Nachmittag bei Lagerfeuer, Punsch, Glühwein und selbstgebackenen Keksen.
Lichterketten, Fackeln und zwei offene Feuerstellen erhellten und wärmten die Gäste äußerlich, heiße Getränke innerlich und der konkrete Anlass dieser Veranstaltung wärmte die Herzen. Wir sammelten für die medizinische Versorgung zweier kranker rumänischer Kinder, die an „trockener Lepra“ leiden, eine Krankheit, die bei uns schon längst in Vergessenheit geraten ist. Permanenter Juckreiz der Haut führt zu offenen Wunden, die sich entzünden und zum Tod führen. Bei kontinuierlicher Versorgung kann der Juckreiz gestillt werden und ein erträgliches Dasein ermöglichen.
Die Gäste an diesem windstillen und fast untypischen Wintertag pilgerten zahlreich den kleinen Hügel Richtung Feuer herauf. Mit Schmalz- und Eiaufstrichbrötchen wurden Sie empfangen, die sie dann in kleinen Gruppen ums Feuer oder auf den gemütlichen Bänken genossen.
Es kamen Freunde und viele Nachbarn, die sich sehr erfreut zeigten, ob der Gelegenheit einmal zusammen zu kommen. Ist es doch so, dass Menschen oft Tür an Tür, Zaun an Zaun jahrelang wohnen und nicht mehr als ein „Guten Tag“ austauschen.
Diesmal war es anders und beim Abschied hörte ich immer wieder ein „das mach ma auch einmal“…eben ein Zusammenkommen, ein Austauschen.
Wir, das Falta Team dieses Tages Michi und Gitti, sind dankbar für die finanzielle Unterstützung und Hilfe unserer Gäste, den wunderbar emsig arbeitenden Helferinnen und Helfern im „Hintergrund“, der so geduldig Kekse backenden Tante Hanni, dem Wettergott und Euch, die ihr uns begleitet auf diesem unsere Weg des „Teilens und Helfens“.
In diesem Sinne eine friedvolle Zeit! Lassen wir unsere Herzen sprechen…
Danke! Gitti Klauser
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Ps. Ich werde am 24. Dezember im Kinder- und Jugendhaus in Tipar sein und mit dort einen Weihnachtsabend bei gemeinsamen Essen und Trinken verbringen. Wir werden den „warmen“ Gemeinschaftsraum weihen, den „falta“ durch die Anschaffung von neuen Fenstern, einen Ofen und Brennholz winterfest gemacht hat. Die ersten Weihnachten ohne zu frieren. Welch ein Fest! Dafür sind wir sehr dankbar!
Ein tolles Fest - Benefiz in Loipersbach am 1.10.2011
Interview mit Michi Resch in BayernAlpha, April 2011
Film "Begegnung mit Samba"
von Michi Resch auf DVD
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Trailer zum Film "Begegnung mit Samba"
Interview zum Filmbeitrag "Begegnung mit Samba" im Juli 2010
Buchempfehlungen
Täglich sterben 27000 Kinder unter fünf Jahren, weil sie in Armut leben. Dieses Buch zeigt auf, wie Sie mindestens einem dieser Kinder das Leben retten könnten - und es erklärt Ihnen, warum Sie es nicht tun. Peter Singer rechnet vor, wie wir die Armut abschaffen könnten, indem jeder Einzelne, der nicht in Armut lebt, einen kaum spürbaren Teil seines Besitzes abgibt. Und er geht nüchtern der Frage nach, warum es uns so unendlich schwerfällt, diesen kleinen, aber alles verändernden Schritt zu machen.
Die beiden Sozialexperten Martin Schenk und Michaela Moser machen in ihrem faktenreichen Plädoyer deutlich, dass - selbst in Zeiten der Krise - genug für alle da ist, dass Armut vermeidbar und die Frage der gerechteren Verteilung des Wohlstands zur Vermeidung von gesellschaftlichen Konflikten eine der drängendsten in Politik und Wirtschaft ist. Anhand von internationalen Beispielen und Best-Practice-Modellen aus unterschiedlichen Ländern zeigen die Autoren, was etwa Ausbildungsoffensiven, gezielte Kampagnen und ein deutlich gewandelter Begriff von Arbeit und Arbeitszeit bringen können. Denn nur eine gute Ausbildung schützt vor einem Leben in Arbeitslosigkeit und Armut.
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Juni 2010
Wir haben bei der Austrian Development Agency eine Förderung für unser Projekt erhalten,
damit neben dem bereits laufenden Unterricht auch Englisch-, Spanisch- und Deutschkurse abgehalten werden können. Dadurch erhöht sich das Jobangebot besonders im Tourismus. Da die Comunidade am Fuße des Corcovado, dem Wahrzeichen von Rio de Janeiro liegt, ist dieser Berufszweig einer der attraktivsten.
Durch unser Projekt ist bei den Kindern und Jugendlichen das Bewußtsein geboren worden, daß kontinuierliches Lernen, also mehr Bildung, auch mehr Selbstsicherheit gibt. Sie sind innerhalb der Comunidade Vorbilder geworden, weil sie andere Wege gehen, als den der Kriminalität.
Danke an die Schoellerbank Salzburg, welche uns das Spendenkonto gratis zur Verfügung gestellt hat.
FALTA
Österreichische Hilfsprojekte für
Kinder in Not

